Virtuelle Reisen
02.02.2009 - Hätten Sie das gedacht? Auch virtuelle Reisen kosten eine Menge Energie. Kennen Sie "Second Life"? Nun, es handelt sich um eine virtuelle Welt im Internet, in der man sich eine zweite Identität geben kann, und mittlerweile kann man dort sogar richtiges Geld verdienen - wenn man clever ist. Das ist legal, und es wird dabei das virtuelle Geld gegen echtes Geld getauscht.
Doch was kaum jemand weiss; wer im Internet unterwegs ist, verursacht dennoch eine große Menge Energieverbrauch. Eine Suchanfrage bei eine der größten und viel benutzen Suchmaschinen wie z.B. Google kostet ca. 4 Watt/h Strom, entsprechend sind das ca. 2 Gramm CO2. Das entspricht pie mal Daumen dem Stromverbrauch einer kleinen Energiesparlampe, die ca. 1 Stunde eingeschaltet ist. Ist das nicht enorm? Doch wieviele Anfragen mag Google wohl pro Stunde beantworten? Sicherlich mehrere Millionen. Entsprechend hoch ist der Stromverbrauch. Aber auch bei anderen Suchmaschinen gilt das Gleiche. Dieser Stromverbrauch kommt zu Stande, weil viele (sehr große) Computer mit einander verbunden sind, und alle diese Computer mit einer Anfrage "beschäftigt" werden. Ein Computer der arbeiten muss, braucht eben mehr Strom als einer, der einfach nur eingeschaltet ist.
Hierzulande wird oft über die PKWs geschimpft, wenn es um Klimawandel geht. Doch offenbar verschlingt die IT Brance auch einen sehr grossen Batzen Strom. Kaum zu glauben, aber offenbar wirklich wahr; 2001 entfielen bereits rund 5 % des in Deutschland "verbrauchten" Elektrostromes auf die IT Brance. Für 2010 geht man von min. 6 bis 7 % aus. Das sind unglaubliche Mengen, die sich in der jährlichen Größenordnung von rund 20 Terrawattstunden bewegen - eine Zahl mit vielen, mit sehr vielen Nullen.
Nicht nur die heimischen Computer verursachen das. Auch die Infrastruktur der Computer und vor allem der großen Computer (Server) der Firmen brauchen diese Energie. Übrigens; eine Auktion beim größten Auktionshaus schlägt mit 18 Gramm CO2 zu Buche. Und um auf virtuelle Identitäten zurück zu kommen; wer im Netz solche annimmt, wird zum richtigen Klimasünder.
Und abschliessend noch ein Tipp: wenn Sie planen, sich einen neuen PC zuzulegen, dann überlegen Sie, ob es nicht auch ein Notebook sein darf. Notebooks kosten heute nicht mehr als vergleichbare PC (Leistung, Ausstattung), sind aber viel handlicher, und brauchen nur ca. 25 % des elektrischen Strombedarfes eines "normalen" PCs. Also, clever sein, und Geld sparen.







