Poker ums mobile www
Millionen Auktion um Frequenzen
09.05.2010 - JB/BMMH - UMTS steht für "Unerwartete Mehreinnahmen zur Tilgung von Staatsschulden". So der ehemalige Finanzminister Hans Eichel. Jeder ISP will das Geschäft der Zukunft machen. UMTS ist da ein Schlagwort. Das Geschäft mit Mobilfunkverbindungen. Noch vor rund 10 Jahren war das "normale" Internet, das "Festnetz bzw. DSL" Internet das grosse Thema. Damals - vor 10 Jahren - hatte jeder "nur" ein Modem, und war mit langsamen 64 KBit unterwegs. Heutige DSL Verbindungen sind im Schnitt 100 mal so schnell - DSL 6000 ist Stand der Technik.
DSL war gestern, heute ist "Mobil"
Und heute - 2010 - sieht alles schon wieder ganz anders aus. Die Daten werden einfach immer grösser, Programmierer haben keine Zeit mehr, saubere kleine Programme mit kompakter Datenarchitektur zu programmieren. Es ist einfacher, fertige (Programmier)Tools einzubinden. Es geht alles so (schrecklich) schnell. Zeit ist eben Geld. Heute hat jeder ein kleines mobiles "Endgerät". Ein Handy, ein PDA, ein Handheld PC, ein Mini Notebook (Netbook). Jedes dieser Geräte kann sich ins Internet einloggen, und damit können Sie Emails verschicken, im www surfen, oder andere Dienste nutzen. Eines scheint sicher; das mobile Internet ist die Zukunft. Doch diese Zukunft könnte auch Gefahren birgen! Und; "dank" der immer größer werdenden Daten brauchen wir immer schnellere Übertragungsraten. Wer will schliesslich ewig warten, nur um eine Multimedia Mail runter zu laden?
neue UMTS Frequenzen fürs mobile Internet
Wir schreiben das Jahr 2010. Was vor 10 Jahren (siehe Link weiter unten) schon wunderbar funktioniert hat, und Deutschland rund 98 Milliarden DM eingebracht hat, wird nun widerholt. Wieder geht es um die Versteigerung von Frequenzlizenzen für das mobile Internet: UMTS (Universaler Mobilfunk Telekommunikations System). Diese Summe war seinerzeit so gigantisch, dass der seinerzeitige Finanzminister (Hans Eichel) meinte, UMTS stehe für "Unerwartete Mehreinnahmen zur Tilgung von Staatsschulden". Nun, wenns denn hilft. Aber heute wissen wir ja, es hat offenbar nicht geholfen, denn auch Deutschland gehört zu den mittlerweile schwerst verschuldeten Staaten. Traurig, aber wahr.
Es gibt aber auch Risiken!
Ist es wirklich sinnvoll, jede Nische - auch in ländlicher Gegend - mit einer schnellen Mobilfunkverbindung zu versorgen? Nun, dem Staat wird man diese Frage nicht stellen können, denn er braucht Geld. Manchmal fragt man sich aber; warum jemandem Geld geben, der mehrfach deutlich bewiesen hat, das er - der Staat - mit Geld offenbar nicht umgehen kann? Doch zurück zu den Risiken (und Nebenwirkungen). Immer mehr Funktürme bedeutet auch immer mehr Strahlung für jeden einzelnen Menschen. Dies kann durchaus auch die Gesundheit betreffen. Aber auch der Wettbewerb könnte gefährdet sein. Finanzstarke Mobilfunkbetreiber wie z.B. T-Mobile oder auch Vodafone werden den größten Teil des (Frequenz) Kuchens bekommen, und so Ihre (Mobilfunk)Stellung im Markt weiter behaupten. Ist das wirklich gut? Möglicherweise nicht, denn dies könnte mittelfristig zu steigenden Preisen führen.
Ergänzende Informationen
- damals - 1990 - 100 Millionen Mark für UMTS Frequenzen.
- direkt zum Lexikon UMTS Erklärung.
- Chronik der mobilen Datenübertragung.
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